Die Reveille
Gegen 6.00 Uhr am Morgen des Schützenfestsonntag treffen sich eine Abordnung der Schützenbruderschaft sowie Mitglieder einer Musikkapelle um die traditionelle Reveille unter der Leitung des Hauptmanns durchzuführen.
Ursprünglich ist die Reveille ein militärischer Weckruf. Frühmorgens zogen die Regimentstrompeter durch die Unterkünfte und weckten die Mannschaften mit einem Trompetensignal auf.
Die Schützenbruderschaft wandelte diesen militärischen Brauch vor Jahrzehnten in eine Ehrenbezeugung gegenüber verdienten Mitgliedern, aber auch nicht der Bruderschaft angehörenden Personen um. Seit vielen Jahren wird auch das St.-Johannes-Hospital einbezogen.
Den erwähnten Personen wird ein Ständchen gebracht. Diese revanchieren sich mit einem kleinen Imbiss (stärkende Getränke jeglicher Art, Schnittchen, Suppe) bei den Reveille-Teilnehmern. Der Aufenthalt an jeder Station beträgt ca. 20-30 Minuten. - Traditionell beginnt die Reveille beim Präses der Bruderschaft. Die weiteren Stationen auf dem Reveille-Plan sind
- der Oberst der Schützenbruderschaft,
- die Ehrenobersten der Schützenbruderschaft,
- der amtierende Jägerkönig,
- der Oberst des Jägervereins.
Zwischendurch wird ein stärkendes Frühstück im St.-Johannes-Hospital eingenommen. Die Reihenfolge wird nach der günstigsten Streckenführung festgelegt. Abschluß der Reveille ist gegen 11.00 Uhr entweder am Wohnort des amtierenden Schützenkönigs oder am Fresekenhof. Hier haben sich dann bereits die geladenen Gäste des Königspaares zum Frühschoppen versammelt.
Der vormittägliche Abschluss der Reveille fand bis 1981 im Kolpinghaus oder beim König statt, seit 1982 auf dem Fresekenhof oder beim König.
Die Reveille ist auch ein Brauch, der dem Festsonntag mit seinem großen Festumzug die richtige Feierstimmung vermittelt.
