Aus der lokalen Presse

Zeitungsartikel nach dem Jubiläumsschützenfest 1982

Sekundärquelle: 375 Jahre Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist Neheim 1607 - Rückblick NEHEIMER VOLKSFEST SCHÜTZENFEST 17., 18. und 19. Juli 1982; Arnsberg-Neheim, 1982, Seite 11
 

 

Zeitungsartikel über ein Neheimer Schützenbild von 1900 

Schützen-Bild aus dem Jahr 1900

Sekundärquelle: SCHÜTZEN-JAHRE - Eine Zeitreise durch die Geschichte der Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist Neheim 1607 e.V.; Arnsberg-Neheim, 2007, S. 64

 

Zeitungsartikel aus dem Jahr 1950 

"Herrlich mit Schießen empfangen"
Aus der Geschichte des Neheimer Schützenwesens ~ Alte Urkunden

Neheim-Hüsten. (WP) - Die beliebtesten Volksfeste Westfalens, die Schützenfeste, sind ihrem Ursprunge nach ein Kind der Stadt und hängen mit der mittelalterlichen Wehrverfassung der Städte zusammen.

    Um die mit Mauer, Wall und Graben befestigten Orte verteidigen zu können, bedurfte es einer Besatzung. Diese bildeten die Bürger, unter ihnen wiederum die Zünfte als Kern der Verteidigung. Die Hauptwaffe war die Armbrust, daher nannte man die bewaffneten Bürger "Schützen". Die Stadt Neheim ist noch im Besitze einer schweren Original-Armbrust aus dem 15. Jahrhundert, die das respektable Gewicht von 12 Kilo hat. Außer dieser schweren Bogenwaffe sind noch eine leichte Bogen-Flinte und eine Bogen-Pistole vorhanden. Alle drei sind in diesen Tagen im Schaufenster des Herrn Krick, Hauptstraße, zu sehen. Als Geschosse dienten Pfeile und Bolzen.

    Die Bogenschützen wurden selbstverständlich nicht nur im Ernstfalle aufgerufen, sondern sie mußten auch in der Handhabung ihrer Waffen ausgebildet sein. So schlossen sich denn die Schützen zu "Gilden" zusammen, die sich Schützenhäuser und Schießbahnen einrichteten.

    Ihrem eigentlichen Wesen nach waren die Schützengilden eine Art Bürgerwehr, die die heimatliche Stadt verteidigten. Mit der Erfindung der Feuerwaffen verloren die Stadtbefestigungen ihre Bedeutung und damit auch die Bürgerwehren.

    Aber die Tradition des alten Bürgerschützenwesens lebte im Volke fort. Die Schützengilden wurden zu einer Art Geselligkeitsverein, die das Schießen sportmäßig betrieben. "Es waren", wie es in einem alten Statut heißt, "freundliche und brüderliche Beysammenkünfte, durch die das bürgerliche Wesen, Frieden und Einigkeit desto baß gepflanzet und erhalten wurden."

    Ähnlich wie im Mittelalter schlossen sich die neuen Schützenvereinigungen eng dem kirchlichen Leben an. Sie wurden als kirchliche Bruderschaften zugelassen und privilegiert. Dies geschah in Neheim im Jahre 1607. Hierüber besitzt die hiesige Schützenbruderschaft schriftliche Unterlagen.

    Daß aber schon vor der Gründung dieser Bruderschaft auch in Neheim eine Gilde bestanden haben wird, kann man indirekt aus der Tatsache schließen, daß der Erzbischof von Köln, Kurfürst Ernst, bei seinem Durchzug durch die Stadt Neheim am 6. Juni 1584 hier "herrlich mit Schießen empfangen wurde," wie es Feaux in der "Geschichte Arnsbergs" (S. 238) mitteilt. Andere Städte, die nicht soviel Brände gehabt haben, können urkundliche Nachweise für das Alter ihrer Schützengesellschaften erbringen, wie z.B. Soest für die Patrokli-Bruderschaft bis ins 14. Jahrhundert, Brilon bis 1417, Werl bis 1497. Selbst Voßwinkel kann bis in die Zeit vor dem dreißigjährigen Kriege den Ursprung seiner Bruderschaft zurückverfolgen.

    Wenn auch das Gründungsstatut von 1607 im Original nicht mehr vorliegt, so hat die Abschrift die Stadtbrände doch glücklicherweise überstanden. An ältesten Originalstücken besitzt die St. Johannes-Bruderschaft Neheim ein Lagerbuch von 1753 und sämtliche Königsgedenkmünzen seit 1607. Im Jahre 1926 wurde ein noch älteres Lagerbuch wiedergefunden, das um 1680 begonnen wurde, inhaltlich aber bis 1651 zurückreicht und abschriftlich die Gründungszeit mitteilt.

    Leider ist dieses wertvolle Lagerbuch in jüngster Zeit wieder abhanden gekommen. Auszüge und Notizen, die der Verfasser vor 25 Jahren gemacht hat, dürften heute von besonderem Wert sein.
    (Wir kommen morgen in einem weiteren Artikel darauf zurück - Die Red.).

    Auf der ersten Seite des ältesten Lagerbuches ist in großer Frakturschrift zu lesen: "Anno 1726 ist die neuwe schützen Fahne auffgerichtet aus den schützen Renten."Dann folgen Namen neuaufgenommener Schützenbrüder und ihre zu zahlenden Beiträge, ferner die an Schützenbrüder ausgeliehenen Kapitalien und weitere diesbezügliche Vermerke.

    Der 2. Teil umfaßt Rechnungslegungen, deren letzte mit dem 31. Mai 1752 abschließt mit dem Vermerk -

    " D Hr König hatt mit dem Vogel in Verwahr 28 Gold- und Silberstück."

Zeitungsbericht aus Westfalenpost (WP) vom ??.??.1950




Einladung zum Schützenfest 1954

Wir laden die Bevölkerung der Stadt und Umgebung sowie alle Freunde und Gönner zu dem am 17., 18., und 19. Juli auf dem Festplatz an der Möhne unter Zelten stattfindenden

VOLKSFEST

herzlich ein.   -   Beginn:

Sonnabend: 17.30 Uhr Abmarsch zum Aufsetzen des Vogels.
Später Ehrung der Jubilare, Konzert. Abends großer Zapfenstreich und harmonische Kavallerie-Retraite.

Sonntag: 15.00 Uhr Festzug durch die vier Hauptstraßen,
anschl. Konzert und Tanz

Montag: 8.00 Uhr Hochamt in der Pfarrkirche
9.00 Uhr Abmarsch zum Vogelschießen.
Im Zelt Proklamation des neuen Königs, Frühschoppen, Konzert.
Nachmittags 16.00 Uhr Festzug, anschl. Konzert und Tanz

Musik wird ausgeführt von der Stadtkapelle unter der bewährten Leitung von Tonius Pröpper und dem Tambour-Korps Neheim. Die Anwohner der Straßen, die der Festzug berührt, werden gebeten, zu flaggen.

Die Mitglieder treten nur mit Schützenmütze an.

Schützenbruderschaft St. Johannes Neheim

Annonce in der "Westf. Rundschau"  16.07.1954    Quelle: Stadtarchiv

 
Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist Neheim 1607 e.V.