TRILUX-Arkaden in der Innenstadt

TRILUX-Arkaden mit Sauerländer Dom | Ausschnitt aus dem Foto von Michael Roth, Schnettlers Siepen 24, 59823 Arnsberg,  Tel.: 0171/1455333, roth.micha@freenet.deEigens zum Schützenfest 2007 installiert, strahlen die TRILUX-Arkaden ihr blaues und weißes Licht in die Nacht.

Das Thema "Licht" in Neheim ist nicht neu, so wurde Neheim oftmals auch "Stadt der Leuchten" genannt, in Anspielung auf die äußerst stark vertretene Leuchtenindustrie. Um dieses Thema in das Bewusstsein zurückzurücken, wurde der Arbeitskreis "Licht, Klang und Kunst" gegründet. Die Schützen unterstützten diese Initiative nicht nur durch die TRILUX-Arkaden, sondern unter anderem auch durch die Illumination des Glockenspiels und des Fresekenhofes zum Fest der Scheffen, der Bierprobe.

Mitgewirkt hatten bei der Ideenfindung und Umsetzung neben den Schützenbrüdern die Unternehmen TRILUX, Elektro Bendler, RWE und Architekt Hans Rüdiger Tepe, sowie Stadtplaner Thomas Vielhaber.   

Herzlichen Dank für die freundliche Genehmigung zur Verwendung des Bildes an:
Michael Roth, Schnettlers Siepen 24 in 59823 Arnsberg, Telefon: 0171/1455333 und e-Mail roth.micha@freenet.de


Licht soll Neheim strahlen lassen

TRILUX-Arkaden mit Sauerländer Dom | Foto: Michael Roth, Schnettlers Siepen 24, 59823 Arnsberg,  Tel.: 0171/1455333, roth.micha@freenet.deNeheim. Stadtbeleuchtung ist mehr als nur das Aufstellen von Straßenlaternen und das Anstrahlen historischer Gebäude. Das machte Stadtplaner Thomas Vielhaber bei einem Spaziergang durch die eheimer City deutlich, zu dem der SPD-Ortsverein eingeladen hatte

Vielhaber stellte die Grundzüge eines Lichtkonzepts vor, von dem einiges bereits umgesetzt ist und anderes folgen soll, wobei der Planungszeitraum auf fünf bis sechs Jahre angelegt ist. Ein erster wesentlicher Punkt ist die Betonung der Stadteingänge. Die befinden sich in Neheim gleich zwei Mal unter der Autobahn – am Rathausplatz ebenso wie an der Ohlbrücke. Hier gelte es, Gebrauchsarchitektur durch Licht in Szene zu setzen und so aus einem Unort einen Ort zu machen, sagte Vielhaber und verwies auf die erfolgversprechenden Versuche, die es hier bereits mit Studenten gegeben habe. Auch in Neheim sei es wichtig, die historisch bedeutsamen und die Stadtsilhouette prägenden Gebäude mit Licht zu betonen, auch wenn sie nicht wie in Alt-Arnsberg auf einem Hügelrücken lägen. So wirke der Sauerländer Dom wie ein Leuchtturm, der zum Verweilen in Neheim einlade wie kein anderes Gebäude. Die augenblickliche Beleuchtung des Neheimer Wahrzeichens bekam allerdings schlechte Kritiken. „Zu schwach und zu tief, irgendwie abgesackt”, befand ein Lichtexperte, der es viel reizvoller fände, wenn die Rosette des Hauptportals von innen heraus strahlen würde. Für Vielhaber besteht beim Dom Handlungsbedarf. Allerdings wisse er aus anderen Städten, dass eine wirkungsvolle Beleuchtung eines solchen Objekts leicht 50 000 Euro und mehr verschlingen könne, wozu dann auch noch die laufenden Energiekosten kämen. Das sei Geld, das die Stadt nicht aufbringen könne. Nicht nur bei diesem Projekt müsse sie deshalb „Verbündete finden”.

Für sehr wünschenswert hält Vielhaber auch eine wirkungsvolle Beleuchtung der Villa Bremer. Diese sollte nach dem Freischneiden der Sichtachse künftig auch nachts von der Stembergstraße aus wahrnehmbar sein. Auch für private Gebäude wie den frisch renovierten „Adler” würde sich Vielhaber mehr Licht wünschen. Gleichzeitig warnte er aber auch vor „Lichtverschmutzung”, auch dafür gebe es in den Geschäftsstraßen wenig erfreuliche Beispiele. In der City will Vielhaber durch Licht den Stadtraum kenntlich und erlebbar machen. Dabei habe er sich besonders gefreut, dass sich auf der Apothekerstraße, wo die Stadt mit Bodenleuchten die barrierefreien Straßenübergänge markiert hat, auch private Hausbesitzer auf ihren Parzellen angeschlossen haben. „Das klappt gut hier in Neheim,” lobte der Planer. Als besonders gelungen betrachtet Vielhaber die dezente Beleuchtung des Glockenspiels oder auch des Pfarrheims als einzigem Gebäude an der Fußgängerzone ohne Schaufenster. Auch auf dem Markt wünscht sich Vielhaber eine Dauerlösung, die den Platz nachts heller macht, wenn die Weihnachtsbeleuchtung wieder weg ist. Das zunächst für ein Jahr installierte blau-weiße Licht unter den Arkaden habe den Platz sehr gewinnen lassen, findet er. In Kürze will die Stadt ein Luftbild mit allen wichtigen Punkten des Lichtkonzepts für Neheim veröffentlichen.

Artikel von Oskar Eichhorst, erschienen in der Westfälischen Rundschau am 7. Januar 2008

 
Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist Neheim 1607 e.V.