Schützenfest 2007
Das Schützenfest vom 24. bis zum 27. August 2007 wartete besonders im Jahr des 400sten Bestehens der Schützenbruderschaft mit zahlreichen Attraktionen auf.
Bereits im Vorfeld des Festes hatten sich die Schützen besonders um den Stadtteil Neheim, sowie um die eng verknüpfte Geschichte mit diesem beschäftigt, z.B. im Bereich der Ausrichtung des Neujahrsempfangs, der Ausrichtung des Osterfeuers, der Fahnenweihe, der Anfertigung einer neuen Königinnenkrone, der Einrichtung eines Windspiels, der Ausrichtung des "Tag der Schützen", der Stiftung eines Glockenspiels an die Stadt Arnsberg, der Auflage einer Jubiläumschronik, der Ausrichtung einer Ausstellung, der Begehung eines Festaktes und vielem mehr. Dies alles und das große Jubiläumsfest bringt das 2007 bekanntgegeben Motto der Neheimer Schützen auf den Punkt:
FEST IN NEHEIM
Das Festprogramm zum Neheimer Volksfest 2007 finden Sie hier . Einen kurzen Überblick erhalten Sie im folgenden Text:
Freitag, 24. August 2007
Der "König der Könige" oder auch "Jubiläumskönig" heißt Franz "Bube" Geue. Nach 35 Minuten machte der Regent von 1983/85 dem spannenden Schießen auf den goldenen Vogel ein Ende. Moderiert wurde das Jubiläumsschießen von Hermann Griesenbrock, der zu jedem Regenten und zu dessen Amtszeit die historischen Daten parat hatte.
Nur ehemalige Könige der Bruderschaft waren bei dem Schießen zugelassen. 19 der 21 ehemaligen Könige hatten sich für das Jubiläumsschießen eingefunden. Ältester war Franz Glaremin (85, König von 1973/74), während der dienstälteste Hans Krause (1957/58) war.
Im fünften Durchgang fiel die Entscheidung. Schnell war die Wahl der Mitregentin entschieden: Marianne Westermann stand Franz Geue einst als Königin zur Seite und tat dies auch im Jubiläumsjahr. Die Königsproklamation fand anschließend im Festzelt statt; Marianne Westermann wurde das bisherige Königinnendiadem überreicht.
Eröffnet wurde der Festabend mit dem Antrinken des ersten Birkenmai von Schützenoberst Hans-Eberhard Hilger, Bürgermeister Hans-Josef Vogel und dem Bürgermeister der polnischen Partnerstadt Olesno, Sylwester Lewicky. Das Motto des unterhaltsamen Freitagabends im Festzelt hieß: "Sauerland trifft Rheinland". Für das rheinische Kolorit sorgten die Kölner Band "De Fruende" und echtes "Kölsch", während der "Musikverein Herdringen" und "Warsteiner" das Sauerland vertraten.
Am Schützenfestfreitag wie auch an allen anderen Festtagen beteiligten sich der Jägerverein Neheim 1834 und seine Vorstandsmitglieder an allen Veranstaltungen des Neheimer Volksfestes.
Weiterhin sollte Erwähnung finden, dass am Schützenfest-Freitag zum ersten Mal, eigens für das Schützenfest, die TRILUX-Arkaden in den Farben blau und weiß erstrahlten.
Samstag, 25. August 2007
Frühe Programmpunkte waren die Live Übertragung durch Radio Sauerland, das Platzkonzert, das Puppentheater.
Mit einer Uraufführung wurde der Verlauf des Samstags fortgesetzt , denn der Rahmen des Pontifikalamtes in der St. Johanneskirche mit Weihbischof Matthias König war die von Kantor Hartwig Diehl komponierte Schützenmesse. In Auftrag gegeben wurde sie von der Schützenbruderschaft. Diehl schuf für die Missa "Laudate Deum" (Lobet Gott) eine musikalische Einheit aus Chorälen aus vier Jahrhunderten.
Unter der Leitung des Komponisten wirkten mit: Monika Wittmann (Sopran), Dominik König (Orgel), die Kantorei an St. Johannes, der Neue Chor Neheim, der Männergesangverein Amicitia Garbeck und der Musikverein Herdringen.
Der Paderborner Weihbischof Mathias König ging in seiner Predigt auf die Bedeutung des Schützenwesens für die Gemeinschaft ein. Dabei stellte er vor allem dessen karitative Aufgaben und den Zusammenhalt in der Bruderschaft heraus.
Musikalisch ging es auch auf dem Fresekenhof weiter, denn der Zapfenstreich unter der Leitung von Hauptmann Jörg Gothe und das Vogelaufsetzen standen auf dem Programm.
An diese traditionelle Veranstaltung schloss sich ein fetziger Tanz- und Disco-Abend in den Festzekten im Schatten des Sauerländer Doms an.


Sonntag, 26. August 2007
Traditionsgemäß begann der Sonntag am frühen Morgen mit der Reveille. Der Musikverein Herdringen in Begleitung von Vorstandsmitgliedern der Bruderschaft überbrachte verdienten Mitgliedern der Bruderschaft, des Jägervereins und anderer Institutionen die besonderen Ehrungen in Form eines Ständchens.
Dieser Veranstaltung schloss sich im Fresekenhof der Empfang durch Schützenkönig Volker Schneider an.
Danach stand der Sonntag ganz im Zeichen des Festzuges. Ab Mittag waren dafür große Bereiche Neheims für den Autoverkehr gesperrt, so dass sich viele auswärtige Gäste frühzeitig um einen Parkplatz und danach um einen Standort entlang des Festzugsverlaufs kümmern mussten. Sie wurden nicht enttäuscht - ebenso wenig vom weiteren Verlauf des Festes.
Der Festzug wurde eine Veranstaltung der Superlative. Ca. 85 Gruppierungen, bestehend aus Schützen und Jägern, ihren Königspaaren, ihren Hofstaaten, Ehrengästen, Trachtengruppen, Cabrios mit den Ehrenvorstandsmitgliedern, Senioren und Königinnen und 34 Musikkapellen nahmen am Festzug teil – insgesamt rund 4000 Personen.
Wegen seiner ungewöhnlichen Länge wurde der Festzug - abweichend von der langjährigen Route - auf großzügigerem Weg durch die Stadt geleitet. Über die Goethestraße, Lange Wende, Stembergstraße, Johannesstraße, Ordensmeisterstraße, Möhnestraße und über die Schobbostraße wurde der Festzug in das "Sparkassenzelt" auf dem Neheimer Markt und in das "Warsteinerzelt" an der Werler Straße geführt. Auf der Möhnestraße marschierte der Festzug an der Tribüne, auf der sich die Vorstände, die Königspaare und Ehrengäste eingefunden hatten, vorbei. Mehr als eine Stunde mussten die drei Musikkapellen abwechselnd die Marschmusik für den Vorbeimarsch des Festzuges spielen.
Die erwartete Zuschauerzahl von 20.000 Besuchern wurde nicht nur erreicht, sondern mit geschätzten 30.000 weit übertroffen.
"Großartig", "nicht zu Toppen", so waren die Meinungen vieler Teilnehmer und Teilnehmerinnen und insbesondere der Zuschauer, die den Festzug aus ihrer Anschauung beurteilten.
Die Vorstandsmitglieder Rolf Haase und Friedhelm Meisterjahn hatten die Organisation für einen reibungslosen Verlauf des Festzuges und der an allen 4 Festtagen stattgefundenen Veranstaltungen übernommen.
Nach den Ehrungen verdienter Jubilare war der Sonntagnachmittag zu einer stimmungsvollen und ausgelassenen Veranstaltung freigegeben, die bis in die späte Nacht andauerte.
Montag, 27. August 2007
Eine Vielzahl von Bewerbern um die Königswürde hatte sich unter der Vogelstange eingefunden. Ernsthafte Bewerberin war auch Schützenschwester Tina Kaufhold. Waren es zunächst zwölf Bewerber gewesen, wurden es im weiteren Verlauf, als es immer brisanter wurde, nur noch fünf.
Zwischenzeitlich hatte Meinolf Gerwin den "Reichsapfel" abgeschossen und damit 30 Liter Gerstensaft gewonnen, die bei einer Veranstaltung der 1. Kompanie ausgeschenkt werden.
Nach 40-minütigem Schießen beendete Helmut Glaremin, Mitglied der 3. Kompanie, mit dem 196. Schuss den Wettbewerb und sicherte sich damit den Königstitel. Er wählte seine Ehefrau Bärbel zur Königin. Die Königsproklamation fand anschließend im Festzelt statt.
Am Nachmittag stellte sich das neue Königspaar im kleinen Festzug der Neheimer Bevölkerung vor.
Mit dem Tanzabend am Schützenfestmontag endete eine rundum "gelungene Sache". Die Schützenbruderschaft konnte ein in jeder Hinsicht positives Resume über den Festverlauf ziehen: begeisterte Zuschauer beim stattlichen Festzug, fröhliche Menschen und ein harmonisches Miteinander in den Festzelten, souverän gewonnene Königswürden, eine viel gepriesene Uraufführung der Messe "Laudate Deum", und auch die Besucherzahlen und Umsätze ließen nichts zu wünschen übrig.
Filmische Dokumente über das Schützenfest 2007

Detaillierte Digitale Informationen zum Neheimer Schützenfest 2007 bieten die beiden DVDs "Jubiläumsjahr 2007 - Ein Rückblick" inclusive Booklet, aus dem der obenstehende Text entnommen ist, sowie der Film über das Schützenfest "Horrido! - Der Film" von Sebastian Stoer.
Radiospot zum FEST IN NEHEIM
Hören Sie hier den Radiospot, der im Vorfeld des Schützenfestes im Sauerland auf das Volksfest aufmerksam machte:
