Schnade Neheim - In Edelstahl für die Ewigkeit
Neheim.
Die neue Grenzmarkierung zwischen Neheim und Hüsten steht im Rumbecker Holz, zwischen Waldfriedhof und Grenzbach. Eine Edelstahlsäule mit der Aufschrift„Fest in Neheim“, gestiftet von der Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist.

Eingeweiht wurde die Stele Samstag während des Neheimer Schnadegangs. Von den 167 Teilnehmern waren es zehn Kandidaten, die am neuen Grenzstein die Zeremonie des Pohläsens mitmachen „mussten“, darunter Schützenkönig Michael Kamphaus und Jugendjägerkönig Hendrik Wilke. Die Schützen Carsten Eckertz und Jörg Obertrifter hoben die Neulinge „sanft“ auf den neuen Grenzstein. „Die Edelstahlsäule steht nun fest in Neheim und wird uns sicherlich alle überdauern“, sagte Schützenoberst Andreas Cloer.
Die jüngste Teilnehmerin am zehn Kilometer langen Grenzgang war die 4-jährige Svenja Wilke und der älteste Willi Keggenhof mit 84 Jahren. Pünktlich um 13 Uhr und nach 3,5 Stunden wurde die Schnadegruppe vom Fanfaren-Korps Neheim-Hüsten in ihren historischen Uniformen am Fresekenhof begrüßt. Aus der restaurierten Schützen-Gulaschkanone gab es die traditionelle Erbsensuppe, die den historischen Teil eines Schnadeganges beendet.
400 Besucher im Fresekenhof
Cloer begrüßte dort rund 400 Besucher und beleuchtete kurz die Geschichte zum 650. Geburtstag des Fresekenhofes. Er bedankte sich bei Vereinen und Menschen, die sich dafür eingesetzt haben, und überreichte den noch lebenden „Rettern des Fresekenhofes“, dem ehemaligen Stadtdirektor Dr. Günter Cronau und Schützenbruder Hans Almer eine Flasche Wein als kleines Zeichen der Anerkennung.
Auch der Jungjägerkönig wurde gepohläst.
Dann tauchte die mittelalterliche Sippe „Die Rabenfreyen“ auf, angeführt vom Mönch Ileus (Peter Ernst). Sie suchten den Recken Cloer, den sie als Scharlatan titulierten. „Frauen hat er um Geld betrogen, edles Bier mit dreckigem Ruhrwasser gepanscht“, warf ihm Ileus vor. Die Beschuldigungen wurden durch „glaubhafte Zeugen“ und fadenscheinige Indizien bestätigt. Gefesselt und von Ritter und Henker gut bewacht, wartete „Scharlatan“ Cloer auf des Volkes Urteil. Die Strafe: Pohläsen auf dem Nagelbrett und Vorführen eines Schwankes mit seinen Scheffen beim „Ständchenessens“ am 13. November.
Malwettbewerb
Zum 650-jährigen Jubiläum nahmen Kinder der Grundschulen St. Josef (Bergheim) und St. Michael (Neheim) an einem Malwettbewerb teil. Motto: der Fresekenhof. Knapp 70 Bilder wurden eingereicht und von Bogen-Künstlern bewertet. Die ersten Plätze belegten Joanna Kaiser (2b, St. Michael) und Lara Otto (3b, St. Josef). Clown Artifex und die Kinderkompanien sorgten für die Unterhaltung der Kleinen.
Neben dem Fanfaren-Korps sorgte der Musikverein Lyra Wenholthausen für den musikalischen Rahmen und die Schützenkompanien für das leibliche Wohl.
Veröffentlicht am 05.09.2010 auf www.derwesten.de von Achim Benke
650 Jahre Fresekenhof und großer Neheimer Schnadegang
Am 4. September wird der Neheimer Schnadegang ausgerichtet. Die Grenzen zu Hüsten und Herdringen werden in diesem Jahr kontrolliert.
Eine weithin sichtbare und "spürbare" Grenzmarkierung wird neu gesetzt und vorgestellt.
Den Abschluss des Schnadeganges in der Mittagszeit bildet gleichzeitig ein buntes Jubiläumsfest mit dem Thema 650 Jahre Fresekenhof.
Mittelalterliche Rittergesellen, Kinderbelustigung, Führungen im Fresekenhof, Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, Grillgut und kühle Getränke, Ausstellung und Siegerehrung des Malwettbewerbs, Blasmusik und allerlei Kurzweil für Jung und Alt wollen den Neheimern in ihrer Guten Stube einen schönen Tag bescheren (nähre Infos folgen).

