Neujahrsempfang des Stadtteils Neheim
Zum Auftakt des Jubiläumsjahres begrüßten Bürgermeister Hans-Josef Vogel und Schützenoberst Hans-Eberhard Hilger auf dem Neujahrsempfang des Stadtteils Neheim Vertreter der Vereine und der Politik.Berichte der örtlichen Presse sind hier aufbereitet:
Artikel von Achim Benke, Westfalenpost
Artikel von Julius Kolossa, Westfälische Rundschau
"Heimat und Herkunft prägen uns alle"
Schützenbruderschaft Neheim begrüßt Gäste zum Neujahrsempfang
Beim Neujahrsempfang im Schützen- und Keglerzentrum wurde das 400-jährige Jubiläum der Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist eingeläutet.
In seiner Begrüßungsrede erklärte Oberst Hans-Eberhard Hilger, dass das Gründungsjahr 1607 traditionsberechtigt sei. In dem Jahr ist die damalige Schützengilde erstmals urkundlich erwähnt worden.
An dem Leitfaden der damaligen Satzung, die "articuli morales", hält man in den Grundzügen heute noch fest. Damals hatten die Schützen zwei Zimmer im Rathaus, in dem auch die Scheffen das Bier brauten. Hilger zitierte einige Passagen aus der Satzung, wie z.B., "dass auf dem Schützengelach (Fest) keiner mehr Bier verstürzen soll als er mit seiner Hand verspannen kann." Wenn es mehr war, musste man einen Eimer Bier Strafe bezahlen. Wer übermäßig trank und sich dabei (salvo honore) übergab, musste zwei Eimer Bier bezahlen.
Im Jubiläumsjahr wird die Schützenbruderschaft der Stadt Arnsberg ein Glockenspiel schenken. Vor 100 Jahren hatte sie den St. Barbara-Altar in der St. Johannes Kirche gestiftet.
Bürgermeister Hans-Josef Vogel scherzte in seiner Rede, die Sache mit dem Bierbrauen im Rathaus könne man sich überlegen und statt der "Knöllchen" werde dann mit Bier bezahlt. Er lobte die Arbeit der Vereine, "denn ihre Menschen vermitteln Heimat." Vogel zitierte einen Satz von Bundespräsident Horst Köhler beim Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland: "Heimat und Herkunft prägen uns alle, Heimat ist Musik und Literatur, Heimat sind menschliche Beziehungen."
"Die Schützenbruderschaft ist der älteste Verein in Neheim und hat schon vielen Bürgern und Bürgerinnen eine Heimat gegeben", betonte der Bürgermeister. Vogel erinnerte zudem an den 50. Jahrestag der Römischen Verträge am 25. März 2007. Dieses Jubiläum verband er auch mit dem neheimer Priester Franz Stock, der für Frieden und Freiheit in Europa gekämpft hat. "Das Logo für Europa passt zur Schützenbruderschaft, denn ‚Zusammenarbeit und Solidarität' sind hier vereint."
Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung vom Jazztrio Adolf Nobis.
Artikel von Achim Benke, erschienen in der Westfalenpost am 8. Januar 2007
Bürgermeister Vogel: Gemeinsam wird am meisten erreicht
Gastgeber des Neujahrsempfangs für Neheim war diesmal die Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist.
Oberst Hans-Eberhard Hilger begrüßte im Schützen- und Keglerzentrum die Vertreter der Vereine, aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu Beginn "eines ganz besonderen Jahres", denn die Schützen feiern ihr 400-jähriges Bestehen. Im Rückblick auf 1607 ging Hilger auf die "articuli morales" (moralische Artikel) ein, die seitdem der Leitfaden für die Schützenbrüder sind. "Wir haben in der Tradition von und mit der Stadt gelebt und gearbeitet", verwies der Oberst auf das Vergangene, das auch zukünftig seinen Wert haben soll.
Bürgermeister Hans-Josef Vogel überbrachte die Grüße der Stadt und bedankte sich bei allen Anwesenden für ihren Einsatz, denn nur dadurch könne das Gemeinwesen funktionieren. Besonders hob er dabei die Schützenbruderschaft hervor, die sich seit 400 Jahren für Neheim einsetze. "Nicht nur die Statuten spielen dabei eine Rolle, sondern auch der Gründungsorden", erläuterte er. Darauf ist das silberne Stadtwappen und ein Vogel mit dem goldenen Wappen des damaligen Erzbischofs von Köln, Kurfürst Ernst von Bayern zu sehen - Zeichen der Verbundenheit mit der Stadt und der Kirche.
Über das 400-jährige Jubiläum der Schützen hinaus schlug der Bürgermeister einen Bogen zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge am 25. März, als der damaligen Grundlage für die EU. Gemeinsam würde am meisten erreicht, und dies sollte nicht nur für Europa, sondern auch für die Stadt gelten, sprach Vogel alle an.
Artikel von Julius Kolossa, erschienen in der Westfälischen Rundschau am 8. Januar 200
