Festakt im Kaiserhaus
Bilder vom Festakt finden Sie hier.
Eine würdige Einstimmung auf das Jubiläumsschützenfest war der Festakt, den die Schützenbruderschaft am 17. August - eine Woche vor dem Großereignis - veranstaltete.
Veranstaltungsort war das Kaiserhaus in der Möhnestraße. Die Gästeliste setzte sich aus befreundeten Bruderschaften, Vereinen, aus Repräsentanten der Wirtschaft, der Politik und der Kirche zusammen.
Nach der Begrüßungsansprache durch Schützenoberst Hans-Eberhard Hilger, mit der er rund 350 Gäste begrüßte, ergriffen mehrere Festredner das Wort, um der Schützenbruderschaft ihre Glückwünsche auszusprechen.
Vizekanzler Franz Müntefering
Prominentester Gast war Vizekanzler Franz Müntefering, der sich über dieses Heimspiel freute.
Er war in Neheim geboren, getauft, hatte hier die Berufsschule besucht, Fußball im Binnerfeld und in der Ruhr-Möhne-Kampfbahn gespielt. „Glückwunsch, Respekt und Anerkennung für die Schützen, die einst Schützer waren und nun Bewährtes bewahren, Neues beginnen und helfen“.
Dies alles würde ehrenamtlich geleistet, so dass ein Ehrenamt teils hauptamtlichen Charakter gewinnen würde: „Davon lebt unsere Gesellschaft.“ Der Blick nach vorne fiel optimistisch aus, da alle Bundesbürger die kommenden Herausforderungen wie die demographische Entwicklung gestalten können: „Deutschland ist stark. Wir haben Potentiale für eine erfolgreiche Zukunft.“ International sei Europa eine große Friedens- und Wohlstandsregion geworden.
Grüße und Glückwünsche im Namen des Sauerländer Schützenbundes sprach Bundesoberst Klaus Rappold aus: „400 Jahre zu bestehen bedeutet, dass das Geben und Nehmen mehrerer Generationen eine Entwicklung ermöglicht.“ Diese Anerkennung drückte er mit der Übergabe eine Eberhard Hilger, aus.
Diözesanbundesmeister Hans Besche vom Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften richtete seinen Dank an alle, die treu zu den Idealen Glaube, Sitte, Heimat standen und stehen. Dafür gab es die „Hochmeister-Plakette.“ Hubertus Prinz zu Sayn-Wittgenstein, Hochmeister des Bundes, war zur Übergabe nicht angereist.
Jägeroberst Hubert Cloer schenkte eine Nachbildung der Königsmedaille von 1607. Hubert Cloer betonte, dass die Schützen eng mit Neheim
verbunden sind und das Leben mitgetragen haben: „Hoffentlich wird die Zukunft weiterhin positiv von Ihnen beeinflusst.“ Dazu gehöre auch das Miteinander von Schützen und Jägern, die im jährlichen Wechsel das Volksfest ausrichten.
Festredner Bürgermeister Hans-Josef Vogel
Festredner des Abends war Hans-Josef Vogel, Bürgermeister der Stadt Arnsberg.
„Neheim war und ist der rote Faden der Schützenbruderschaft. Die Schützen haben immer zu Gunsten ihrer Stadt gehalten. Heute sind sie eine Eigenart des Lebens geworden.“ Verbindendes sei geschaffen worden als Beitrag für alle. „Ich wünsche Ihnen, dass Sie Schützenbürger bleiben und die Kinder- und Jugendkönigspaare weiterhin das Stadtleben bereichern“, so Vogel.
Großen Anteil am Gelingen des Festaktes hatte die eigens dafür eingerichtete Festakt-Kommission mit den Mitgliedern der Schützenbruderschaft Frank Berting, Axel Cöppicus-Röttger, Jörg Gothe, Rolf Christoph Haase, Carsten Janz, Rainer Kruse, Georg Mayer, Bernd Obertrifter, Jörg Obertrifter und Volker Schneider. Die Ausstattung des Kaiserhauses und der Ablauf der Veranstaltung zeugten von vorbildlicher Arbeit.
Dazu gehörte auch ein Film aus der „Silberstreifen-Produktion“, in dem bei der Premiere beim Festakt auf humorvolle Weise auf das Schützenfest eingestimmt wurde.
So hatten Vikar Thomas Zwingmann, die Schützenbrüder Jockel Lahme, Jörg Gothe, Günter Becker sowie diverse Schützendamen und Statisten hervorragend inszenierte Auftritte. Für den krönenden Abschluss des etwa siebenminütigen Streifens sorgte das Ehepaar Meth, bei dem sich die „bessere Hälfte“ für die Teilnahme am Schützenfest entschied.
Den musikalischen Rahmen dieser festlichen Veranstaltung gestalteten das Fanfaren-Korps Neheim-Hüsten und der Musikverein Herdringen.
Nach dem offiziellen Festprogramm blieb noch genügend Zeit, um bei kühlem Sauerländer Bier und leckerem Essen gemütlich beisammen zu sein und gute Gespräche zu führen.
