Graf-Gottfired-Gedächtnisfeier in Köln

Foto Welke

Eine Große Abornung von Arnsbergern, insbesondere Neheimern, besuchte die Domstadt. Im Anschluss an die Feierlichkeiten im Kölner Dom wurden zahlreiche Führungen angeboten, zu denen sich die Teilnehmer vorher anmelden konnten.


Arnsberger "Hausrecht" im Kölner Dom

Foto WelkeKöln. "Sie haben ja schon so etwas wie Hausrecht hier", stellte Domdechant Prälat Johannes Bastgen fest, als er gestern eine große Delegation aus Arnsberg im Kölner Dom begrüßte.

Mit mehreren Bussen waren die Arnsberger schon frühmorgens in Richtung Domstadt aufgebrochen, um wie jedes Jahr ihrem Gönner, dem Grafen Gottfried IV. von Arnsberg, an seinem Grab im Hohen Dom ihre Reverenz zu erweisen. Angeführt von der stellvertretenden Bürgermeisterin Rosemarie Goldner, zogen Ratsmitglieder, Schützen, Mitglieder des Jägervereins, Schüler, Lehrer und viele andere Bürger in den Dom ein.

Bastgen wies in seiner Ansprache darauf hin, dass es sich bei dem von Graf Gottfried geschenkten Wald nicht nur um eine Gelegenheit zum Spazierengehen, sondern seinerzeit um eine wichtige Lebensgrundlage handelte. Rosemarie Goldner und auch der Leiter des Franz-Stock-Gymnasiums, Dr. Heinrich Blana, zollten deshalb dem großen Verantwortungsbewusstsein des Gebers (lateinisch: Donator) Respekt.

Aufgrund der Unbilden der Verkehrslage kamen einige Teilnehmer (hauptsächlich Schüler der Hüstener Mühlenbergschule) erst nach dem Ende der Gedenkfeier in Köln an. Da sich in dem Bus auch der größte Teil der "Holy Spirit Gospel Singers" befand, beschränkte sich die musikalische Begleitung der Kranzniederlegung auf nur sechs Sänger (fünf Frauen und ein Mann). Sie meisterten die Situation aber so gut, dass ihnen neben dem Beifall der gesamten Zuhörerschaft auch der Domprobst ausdrücklich ein großes Lob aussprach.

Im Anschluss an die Feier schritten alle Teilnehmer unter dem Dreikönigsschrein durch. Rosemarie Goldner bedankte sich bei Prälat Bastgen mit einem Bildband und lud ihn ein, sich Arnsberg einmal selbst anzuschauen. Dort sei er zwar noch nicht gewesen, erwiderte Bastgen, aber Neheim wäre ihm durchaus geläufig durch den von dort stammenden Franz Stock.

Später hatten die Fahrtteilnehmer noch Gelegenheit, an verschiedenen Führungen im Dom - unter anderem auf das Dach und in die Schatzkammer - teilzunehmen, bevor die von der Neheimer Schützenbruderschaft organisierte Reise mit einem Stadtbummel in Köln abschloss.

Artikel von Helmutheinz Welke, erschienen am 17.10.2008 in der Westfälischen Rundschau


Arnsberger heute am Grafengrab

Neheim/Hüsten. Um die 300 Arnsberger (hauptsächlich Neheimer) Bürger machen sich heute auf den Weg nach Köln. ...

... Der Anlass sind die alljährlich stattfindenden Donatorenfeierlichkeiten, die diesmal wegen des Neheimer Stadtjubiläums größer als üblich ausfallen.

Allein die Neheimer Schützenbruderschaft, die die Veranstaltung organisiert hat, setzt drei Reisebusse ein. Verstärkt wird die Delegation durch mehr als hundert Grundschüler der Neheimer Karl-Wagenfeld- und der Hüstener Mühlenbergschule, Mitglieder des Rates der Stadt Arnsberg, die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Rosemarie Goldner und Erika Hahnwald, den Landtagsabgeordneten Klaus Kaiser und den Leiter des Franz-Stock-Gymnasiums, Dr. Heinrich Blana.

Im Kölner Dom werden die Arnsberger begrüßt vom Domdechanten, Prälat Johannes Bastgen. Den Ansprachen in der Marienkapelle des Domes folgt die Kranzniederlegung am Grab des Grafen Gottfried IV. von Arnsberg, der Neheim im 14. Jahrhundert großzügig mit Stadt- und Marktrechten ausgestattet und mit dem Stadtwald beschenkt hat. Die Feier wird begleitet von jungen Musikern des Franz-Stock-Gymnasiums und von den "Holy Spirit Gospel Singers", dem Gospelchor der Hüstener Hl.-Geist-Gemeinde.

Dem offiziellen Teil schließen sich Domführungen an, die den Teilnehmern in mehreren Varianten angeboten werden. Unter anderem geht es auf das Dach und in die Schatzkammer des Domes sowie zu den archäologischen Grabungen im Inneren. Erst gegen Abend wird die Delegation, die schon frühmorgens in Richtung Köln aufgebrochen ist, zurückerwartet.

Die Donatorenfeierlichkeiten werden morgen mit den traditionellen Stütchenverteilungen in Neheim und Hüsten fortgesetzt. Abends findet dann das Donatorenmahl statt. Zu den geladenen Gästen gehört diesmal der zweithöchste Repräsentant unseres Staates, Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert. Er wird den Festvortrag mit dem Titel "Stadtluft macht frei" halten.

Erschienen am 16.10.2008 in der Westfalenpost

 

Einladung zur Graf-Gottfried-Gedächtnis-Feier

Anläßlich dieses Jubiläums organisiert die Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist Neheim in 2008 die traditionelle Kranzniederlegung durch Neheimer Bürger im Kölner Dom am Grabe des Grafen Gottfried IV am Freitag, den 17. Oktober.

Diese jährlich stattfindende Zeremonie ist, wie auch das Donatorenmahl oder die Stütchenverteilung, Teil des Vermächtnisses, in welchem Graf Gottfried a.d. 1368 den Neheimern den Stadtwald schenkte. Somit sind alle Arnsberger Bürger - speziell natürlich die Neheimer - herzlich eingeladen, diese Feierstunde am 17. Oktober mitzuerleben.

Auch an Vereine und Schulklassen richtet sich der Appell.

Im Anschluß an die Kranzniederlegung steht eine spezielle Domführung auf dem Programm. In den Nachmittagstunden besteht dann die Möglichkeit eines Stadtbummels oder einer Stippvisite in einem der zahlreichen Brauhäuser der Kölner Altstadt.

Die Hin- und Rückfahrt erfolgt in modernen Reisebussen ab Arnsberg/Neheim. Anmeldungen bitte per Banküberweisung von 19 Euro pro Person auf das Konto 696179 bei der Sparkasse Arnsberg-Sundern (BLZ 466 500 05) unter Angabe von Name, Anschrift und Stichwort "Kölnfahrt".

Weitere Informationen werden gerne erteilt bei Meinolf Gerwin (Tel. 02932/1399 oder meinolf.gerwin@freenet.de).

 

Stütchenverteilung und Theaterspiele

Neheim/Hüsten. Vom 17. bis zum 19. Oktober finden in Neheim und Hüsten wieder die traditionellen Donatorenfeierlichkeiten statt, die an die Waldschenkung des Grafen Gotffried IV an die Stadt Neheim im Jahre 1368 erinnern. ...

... Angesichts des Jubiläums "650 Jahre Stadtrechte Neheim" wurde das Programm diesmal besonders gestaltet. Grab im Kölner Dom Am 17. Oktober reisen rund 300 Bürger zum Kölner Dom, um an Graf Gottfrieds Grab einen Kranz niederzulegen. Die Organisation der Reise liegt diesmal in den Händen der Neheimer Schützenbruderschaft. Um 7.30 Uhr startet die Delegation mit Ratsmitgliedern, Schulvertretern und 100 Grundschülern der Karl-Wagenfeld-Schule und der Grundschule am Mühlenberg. Nach Ansprachen in der Marienkapelle des Doms wird die Kranzniederlegung musikalisch begleitet von den Holy-Spirit-Gospel-Singers sowie Musikern des Franz-Stock-Gymnasiums. Danach werden den Teilnehmern mehrere Varianten der Domführung angeboten. Rückkehr in Neheim ist gegen 17.30 Uhr.

Am Samstag, 18. Oktober, führt um 9.30 Uhr eine Gruppe der Karl-Wagenfeld-Schule in der Mendener Straße vor Haus Strucken ein Graf-Gottfried-Spiel auf. Anschließend verteilen Ratsmitglieder Stütchen an Kinder und Erwachsene. Um 11 Uhr führen Schüler der Mühlenberg-Schule ihr Graf-Gottfried-Spiel in Hüsten an der Petri-Kirche auf. Auch hier werden anschließend Stütchen verteilt. Um 17.30 Uhr ist Dankgottesdienst im Neheimer Dom. Anschließend findet ab 19.30 Uhr das Donatorenmahl im Kaiserhaus statt. Den Festvortrag hält Bundestagspräsident Norbert Lammert über "Stadtluft macht frei".

Am Sonntag, 19. Oktober, findet um 17 Uhr im Dom die abschließende Donatoren-Vesper statt. Hartwig Diehl wird als dritten Teil der Reihe "Mysterien der Liturgie" ein Orgeltriduum spielen.

Erschienen am 14.10.2008 in der Westfalenpost

 
Schützenbruderschaft St. Johannes Baptist Neheim 1607 e.V.